Freitag, 21. Februar 2014

Bayer dankt Umweltminister und Bürgerinitiativen für Gutachten

Natürlich nur heimlich im Keller. Bayer soll ja über einen größeren „Wein“-Keller verfügen.

Das Gutachten ist in vieler Hinsicht interessant, nicht nur für Bayer. So ist eine Pipeline schon deshalb problematisch weil sie außer Kosten zu machen weiter nichts produziert. Eine Produktion vor Ort ist daher immer vorzuziehen. Erst recht, sollte man noch ergänzen, wenn es sich bei dem bewegten Produkt um CO, also giftiges Kohlenmonoxid, handelt. Und noch einmal erst recht, wenn eine der wichtigsten und größten Polycarbonat-Produktionsanlagen des Konzerns betroffen ist, die zudem auch noch ein Produktmonopol darstellt, der Produktpreis also keine zentrale Rolle spielt da höhere Produktionskosten leicht an die Kunden weitergereicht werden können.

Doch käme außerhalb des Werksgeländes auch nur ein Hund durch die CO-Pipeline zu Schaden, ginge nicht nur Bayer, sondern in Folge der Chemiestandort NRW ein auch monetär unkalkulierbares Risiko ein. Die Share- und Stakeholder wären sicher not amused, die Politik müsste sich in Talkshows und Interviews ihrer Verantwortung zu entwinden suchen... sie hätten doch nichts gewusst und so. Fürchterlich, das will keiner.

Die Menschen, die entlang der CO-Trasse leben, blenden wir hier bewusst aus, da sie ja bei den Bayer-Strategen, wie auch jetzt wieder bei der CDU-Landtagsfraktion, das Niveau von „Kanonenfutter“ nie wirklich überschreiten können. Lassen wir es dabei.


Wichtig bleibt heute nur festzustellen, dass in Krefeld-Uerdingen bei Bedarf und mit sehr überschaubaren Investitionen eine sichere CO-Produktion vor Ort möglich ist und Bayer spart sich dabei noch reich. Und als Sahnehäubchen obendrauf liefern die Gutachter gleich noch einige interessante Ideen zur Entwicklung des Standortes Krefeld-Uerdingen mit, beispielsweise für den Fall, dass mehr Wasserstoff anfällt. So könnte mit diesen "Produktionsabfällen" der öffentliche Nahverkehr im gesamten Ruhrgebiet auf umweltfreundlich umgerüstet werden. Der erste konstruktive Beitrag im CO-Poly. Endlich mal ein „Leuchtturm-Projekt“ für NRW das den Menschen tatsächlich ein Mehr an Lebensqualität brächte.

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