Donnerstag, 13. Mai 2010

Giftgaspipeline abgewählt

Denn Griechen- oder Eurolandkrise werden es kaum gewesen sein, die der CDU, FDP und SPD die Landtagswahl verhagelt haben: nur noch gewählt von denen, die sie immer wählen weil sie immer so gewählt haben, weil … ist letztlich auch egal.

In den Wahlkreisen Mettmann I-III, D.-dorf I, II und IV, Duisburg I und Mülheim I haben CDU, FDP und SPD, zählt man diese ehemalige Pro-CO-Giftgasleitung Koalition mal als Einheit, 13% an Stimmen verloren.

Alles andere wäre ja auch verrückt gewesen: so wie beim Stockholm-Syndrom etwa, wo die Geiseln sich mit ihren Peinigern solidarisieren … so wie Politiker, die sich unter dem Eindruck der Chemielobby-Drohung, dass 150.000 Arbeitsplätze am Giftfluss hingen, mit den Forderungen des Bayer-Konzerns gemein machten... so wie eine CO-Giftgasleitung, deren Verlegung durch die eigene Siedlung deren Anwohner herbeisehnen, um die Renditeerwartungen internationaler Aktienfonds erfüllen zu helfen…

Es kam also kaum „plötzlich und unerwartet“, wenn jetzt 20% der WählerInnen erklärtermaßen die menschenverachtende Politik einer großen schwarz-gelb-roten Koalition abwählten, die im alten Landtag den Bau von CO-Giftgasleitungen durch Wohnsiedlungen zum „Wohl der Allgemeinheit“ bis zuletzt bagatellisierte, selbst als allen klar sein musste was das für die betroffene Wohnbevölkerung auf Jahrzehnte bedeutet: hoffen und beten, dass bloß alles Gut geht.

Abgewählt!

Das sollte es dann auch gewesen sein für die CO-Giftgasleitung, zumal sowohl die SPD- als auch CDU-Kandidaten aus den Wahlkreisen entlang der Trasse bei ihren Wählern im Wort stehen.

Tschüss RohrlG!

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