Samstag, 20. November 2010

Dekkers gibt die Kunststoffsparte dran

oder warum sollte der jetzt verkündete Arbeitsplatzabbau nur die Bereiche Pharma und Pflanzenschutz treffen? Nur hier sollen lt. Dekkers 4.500 Stellen gestrichen werden, um 800 Mio. EUR zu sparen. Gleichzeitig aber genehmigt Dekkers den Plastikkochern bei BayerMaterial Science, dem Konzern regelmäßig die Rendite zu verhageln?

Bei der Umsatzrendite der großen Pharmaunternehmen liegt Bayer mit 4,4% abgeschlagen(2009):

Roche 15,9%
Pfizer 17,3%
Sanofi-Aventis 18%
Novartis 19%
Glaxo Smith Kline 19,5%
Merck & Co. 47%
(Quelle: FAZ 20.11.2010, S. 11)

Einen Vergleich der Bayer Sparten, intern: Säulen, für 2008 wurde hier bereits vorgestellt ->

Auf welchem Ast Bayer da abrutscht wird deutlich, schaut man mal rüber zu VW. Die kündigten gestern mal eben einen Investitionsplan von 52 Milliarden!!! EUR an, "Deutsche Werke im Mittelpunkt".

Ein Bayer Konzern dagegen kaut mit seiner Plastiksparte weiter auf Technologien rum, die in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts mal der letzte Schrei waren, heute aber nur noch zum Schreien. Stichwort: CO-Giftgaspipeline für 50 Mio. EUR durch Wohngebiete getrieben heißt bei denen "Stand der Technik" und "Bekenntnis zum Standort NRW". Sirenen sind für sie Kommunikationsmittel, um ihren Nachbarn, die zwischen den alten Giftküchen (von Bayer liebevoll Chemparks genannt) im Rheinland siedeln, die Giftkonzentrationen in der Atemluft mitzuteilen.

2010 versteht das keiner mehr! Vielleicht geht es Dekkers ähnlich, zumal die Verseuchung der Ozeane, dem faktischen Endlager für die Millionen von Tonnen Polycarbonat, Polyurethan etc. die Jahr für Jahr von den Bayerplastikern zusammengekocht werden, jederzeit international als umweltpolitischer Skandal hochkochen kann. Spätestens wenn die Albatrosse an dem Zeugs verreckt sind...

Was soll man da sanieren? Gutes Geld schlechtem hinterher werfen? Besser verkaufen!

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