Montag, 14. März 2011

Aus aktuellem Anlass

"Sicherheit" und was uns Ingenieure, Manager und Politiker dafür verkaufen.

Das Thema wurde hier bereits vor fast genau zwei Jahren mit Blick auf die "sichere" CO-Pipeline des Bayer-Konzerns behandelt ->

Gerd Antes, der Direktor des Deutschen Cochrane Zentrums am Institut für Medizinische Biometrie und Medizinische Informatik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Mathematiker) stellte heute in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, vor dem Hintergrund der japanischen Apokalypse, die Frage: "Können wir von Japan lernen?"

Zitat:

"Auch wenn immer wieder behauptet wird, dass etwas „sicher“ sei, so wird hier wieder einmal demonstriert, dass diese Aussage immer falsch ist. Immer. Es gibt die qualitative Aussage „sicher“ nicht, sondern nur eine quantitative Sicherheit, die oft durchaus extrem groß sein kann, so dass insbesondere Politiker daraus gern „sicher“ beziehungsweise „kein Risiko“ machen."

Es kann also keine sichere CO-Pipeline geben. Wer bei Bayer oder auf Seiten der Politik etwas anderes behauptet lügt. Bewußt!

Das wahre Problem einer modernen Industriegesellschaft, wie Deutschland sie darstellt, sind genau diese Lügner. Sie höhlen langsam aber sicher das Grundvertrauen der Gesellschaft in die Industrie- und Politeliten aus.

Dabei hätte ein ehrlicherer Umgang mit dem Betriebsrisiko einer CO-Pipeline diese Leitung nicht einmal von vornherein verhindert. Sie wäre nur nie respektlos durch Wohngebiete hindurch verlegt worden - ohne Sicherheitsabstand.

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